Gramática alemana

Alemán # Deklination des adjektivs. Artikelwörter. Suffigierung

  • Enviado por: Flusky
  • Idioma: alemán
  • País: España España
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1. DEKLINATION DES ADJEKTIVS.

Die erste Schwierigkeit, die wir finden, sind die verschiedene Bezeichnungen oder Klassifikationen der Deklinationen. Wir haben vier Grammatiken nachgeschlagen, und sie stimmen darin keineswegs überein. Helbig/Buscha nennen sie starke, schwache und gemischte Deklination (2003: 136-137), Andreu Castell fügt zu dieser Liste die schwankende Deklination hinzu (2001: 340), und Berit Balzer berücksichtigt auch eine parallele Deklination (1999: 248).

Merkwürdigerweise entfernt sich Weinrich aus dieser Bezeichnungen, und klassifiziert die Deklinationen als kleine und groe Deklination: “Bei der Flexion der Adjektive ist in der deutschen Sprache die groe von der kleinen Flexion zu unterscheiden. Deren Gebrauch hängt von bestimmten Auslösern ab”. (1993: 483).

Wenn wir genau die Verteilung der Artikelwörter beobachten, entscheiden wir uns für drei Deklinationen und einen Teil mit den besonderen Artikeln zu folgen: Schwache, starke und gemischte Deklination und problematische Artikelwörter.

In jeder Deklination geben wir die Endungen ein, um besser die Beispiele zu überprüfen.

  • SCHWACHE DEKLINATION

  • Mask.

    Fem.

    Neut.

    Plur.

    Nom.

    -e

    -e

    -e

    -en

    Akk.

    -en

    -e

    -e

    -en

    Dat.

    -en

    -en

    -en

    -en

    Gen.

    -en

    -en

    -en

    -en

    Diese Deklination weist wenige Komplikationen auf. Die Adjektive, die laut der schwachen Deklination dekliniert werden, gehen nach Artikelwörtern mit eigene Endungen, weil diese die Merkmale des Genus, des Numerus und des Kasus enthalten.

    Neben den bestimmten Artikeln der, die, das schlieen sich der/die/dasjenig-, der/die/dasselb-, dies-, jen- und jed- an der Liste an.

    Der/die/dasselb-: “Wieder begrüte sie ihn in derselben freundlichen, ruhigen Art...” (S. 73).

    Dies-: “...diesem goldhaarigen Jungen zu bieten, ...” (S. 20).

    Jen-: “..., mit jener feigen Grausamkeit, ...” (S. 13).

    Jed-: “..., und jede bewute Absicht, ...” (S. 21).

    Aber wir könnten Probleme mit all-, beid- und welch- haben, weil Castell auch an die vorigen anschliet. Helbig/Buscha unterlässt sie, und Berit Balzer meint, dass sie gehören zu der schwankende Deklination (1999: 248).

    Beid-: “...konnte ich die beide ersten einigermaen beanspruchen, ...” (S. 31).

    Dieses Beispiel erfüllt die Regel, aber wir wissen nicht, ob es auf die zurückzuführt ist.

  • STARKE DEKLINATION

  • Mask.

    Fem.

    Neut.

    Plur.

    Nom.

    -er

    -e

    -es

    -e

    Akk.

    -en

    -e

    -es

    -e

    Dat.

    -em

    -er

    -em

    -en

    Gen.

    -en

    -er

    -en

    -er

    Die Adjektive, die auf diese Weise dekliniert werden, gehen nach Nullartikel oder nach Artikeln, die die Merkmale des Kasus, des Genus und des Numerus nicht enthalten.

    Alle Grammatiken erwähnen die Artikelwörter dessen, deren, wessen, manch, solch und welch, und auch die Kardinalzahlen im Plural, wie zwei, drei, hundert usw.

    Dessen: “..., dessen geruhsames Wasser...” (S. 39).

    “..., dessen dunkle Forsten...” (S. 40).

    Kardinalzahl: “..., im Weltkrieg waren mehr als hundert ehemalige Schüler gefallen”. (S. 94).

    Wir haben kein Beispiel für deren, wessen, manch, solch und welch, aber wie diese Artikel nicht dekliniert sind, ist es logisch, in diesem Teil sie zu umfassen.

    Castell hat eine längere Liste von Artikeln (2001: 338), aber es geschieht ebenso gut. Unter ihm sind die Folgende:

    Ein bisschen

    Ein wenig “..., brachte sie mir ein paar einfache Gebete bei...” (S. 44).

    Ein paar

    Etwas

    Genug “...auf eine etwas feinere Weise...” (S. 71).

    Nichts

    Mehr

    Weniger “...mehr oder weniger schwerfällige Schwaben, ...” (S. 25).

    In der Grammatik von Berit Balzer erscheinen die Artikel allerlei, etwas, lauter, mancherlei, viel und wenig (1999: 248). Es geschieht nicht, dass Castell und Balzer nicht übereinstimmen; die Sache ist so: alle genannte Artikel sind unbestimmte quantitative Artikel. Auerdem haben sie Merkmale des Kasus, des Genus und des Numerus auch nicht. Deshalb sind wir in der gleichen Situation, die wir vorhin hingewiesen haben.

  • GEMISCHTE DEKLINATION

  • Mask.

    Fem.

    Neut.

    Plur.

    Nom.

    -er

    -e

    -es

    -en

    Akk.

    -en

    -e

    -es

    -en

    Dat.

    -en

    -en

    -en

    -en

    Gen.

    -en

    -en

    -en

    -en

    Man dekliniert dieser Weise die Adjektive nach unbestimmten Artikeln ein, eine, ein, nach kein- und nach der possessiven Artikelwörtern mein, dein, sein usw.

    Auerdem stimmen die Grammatiken überein, in manch ein-, solch ein- und welch ein- hinzuzufügen. Das ist anderseits auch logisch, weil alle die Form ein- wie endgültiges Element haben. Es geschieht genauso mit ein mancher und ein solcher.

    Sonderbar zeigt Berit Balzer nur die Endungen, und sie hält nicht zu viel mit ihrer Beschreibung auf.

    Castell fügt was für ein- und irgendein- hinzu, obwohl das unnötig ist, weil sie auch die Form ein- haben.

    Irgendein-: “...so überflüssig war wie irgendeine heidnische Gottheit” (S. 47).

    Leider haben wir kein Beispiel im Buch, um die vorige Artikel zu veranschaulichen, und die Grammatiken bieten auch kein.

  • PROBLEMATISCHE ARTIKELWÖRTER

  • Es gibt eine Serie von Artikeln, mit der keine Grammatik übereinstimmt, ob sie einer Deklination oder anderer zuschreiben müssen. Einige Artikel sind:

    % Manch- und solch-: Berit Balzer schreibt sie der schwachen Deklination zu

    (1999: 247), aber sie gibt keine Hinweise. Für Helbig/Buscha kann man die Adjektive nach dieser Artikelwörtern laut der starken Deklination auch deklinieren (2003: 136).

    % All- und beid-: Berit Balzer schreibt sie der schwachen Deklination zu (1999: 247). Für Castell gibt es Besonderheiten, deshalb schreibt er sie einer schwankenden Deklination zu (2001: 340).

    % Eine ganze Liste der Artikelwörter, die Castell und Balzer schreiben direkt der schwankenden Deklination zu, aber sie geben keine Hinweise über ihre Verwendung.

    Mit dem folgenden Schema veranschaulichen wir die groe Unterschiedlichkeit zwischen der Autoren.

    HELBIG/BUSCHA

    CASTELL

    B. BALZER

    SCHWACHE

    DEKLINATION

    Derjenig-

    Derselb-

    Dies-

    Jen-

    Jed- (nur Sg.)

    Derjenig- All-

    Derselb- Beid-

    Dies- Welch

    Jen-

    Jed-

    Dies-

    Jen-

    Jed-

    Manch-

    Solch-

    Welch-

    Derselb-

    STARKE

    DEKLINATION

    Dessen

    Deren

    Wessen

    Manch

    Solch

    Welch

    Ein bisschen Wessen

    Ein wenig Dessen

    Ein paar Deren

    Etwas Solch

    Genug Welch

    Nichts Wie viel

    Mehr/weniger Manch/viel

    Allerlei Wenig

    Etwas Solch

    Lauter Welch

    Manch Zwei, drei...

    Mancherlei

    Mehr

    Viel

    GEMISCHTE

    DEKLINATION

    Manch ein-

    Solch ein-

    Welch ein-

    Ein mancher

    Ein solcher

    Manch ein-

    Solch ein-

    Welch ein-

    Was für ein-

    Irgendein-

    SCHWANKENDE

    DEKLINATION

    Mancher

    Irgendwelcher

    Solcher

    Einige

    Etliche

    Mehrere

    Solch- Mehrer-

    Wie viel- Sämtlich-

    Einig- Viel-

    Irgendwelch Wenig-

    Jemand-

    Niemand-

    Ich, du...

    Manch-

    All- Solch-

    Beid- (Pl.) Ander-

    Folgend- Einig-

    Irgendwelch- Etlich-

    Manch- Mehrere

    Sämtlich- Viel-/wenig-

    2. NEGATION DES ADJEKTIVS.

    Hier werden wir nur die verschiedenen Typen der adjektivischen Negation untersuchen. Motsch unterteilt die Negation des Adjektivs in syntaktischer Negation und morphologische oder wortinterner Negation. Der Unterschied ist, dass die morphologische Negation nur das Adjektivkonzept negiert, während das syntaktischen Negation eine Konstruktion ist, in die ein Adjektiv eingeht. „Bei der syntaktische Negation wird nur das Zutreffen einer Eigenschaft negiert, bei der wortinternen Negation wird dagegen eine neue Eigenschaft herangestellt.“ (Motsch 1999:285)

    Syntaktische Negation: Ich hatte kein nahes Verhältnis zu ihnen [...] (S. 45)

    [...] dass es für dich nicht leicht gewesen ist. (S. 103)

    Morphologische Negation: [...] mit weien, makellosen Händen [...] (S. 19)

    [...] näherte sich ungehindert [...] (S. 84)

    2.1. SYNTAKTISCHE NEGATION.

    Jacobs unterscheidet zwischen nicht - kontrastierende Negation (NKN) und kontrastierende Negation (KN):

    Das Kriterium der Unterscheidung ist, dass es nur bei KN nötig ist, die jeweilige Negation mit einer Sondern - Phrase in Verbindung zu bringen, die einen zum jeweils negierten Sachverhalt intuitiv im Kontrast stehenden Sachverhalt beinhaltet (oder mit einem Äquivalent einer solchen Sondern - Phrase). `Nötig' heit hier, dass die Verbindung mit einer sochen Phrase als fehlend empfunden wird, wo sie unterbleibt. Im selben Sinn ist bei NKN die Verbindung mit einer Sondern - Phrase oder mit einem Äquivalent unnötig und darüberhinaus oft wenig akzeptabel. (1982:34)

    Kontrastierende Negation: [...] nicht weil ihm der jüdische Glaube etwas bedeutete, sondern weil er die Gefühle anderer nicht verletzen wollte. (S.59)

    Nicht - kontrastierende Negation: [...] falls wir nicht offene Hemdkragen bevorzugten. (S.15)

    Nach Jacobs (1982:269) gibt es Sätze, in denen die Negation sowohl für kontrastierende als auch für nicht - kontrastierende Negationen halten werden kann. Unsere Meinung nach, das ist vom Kontext abhängig. Es gibt Sätze, die obwohl ohne Sondern - Phrase erscheinen, eine kontrastive Negation enthalten, denn man diese Bedeutung aus dem Kontext des Satzes herauszieht.

    2.1.1. NEGATION DURCH NICHT.

    Die Negationspartikel nicht kann sich auf den gesamten Satz (Satznegation) oder auf einen Teil des Satzes (Satzteilnegation) beziehen. (Götze u. Hess-Lüttich 1999:331). Die Satznegation bezieht sich auf das Verb des Satzes, deshalb wird hier nicht behandelt. In der Satzteilnegation ein Teil des Satzes wird negiert, diesen Teil kann ein Nomen, ein Adverb oder ein Adjektiv sein.

    Die Stellung von nicht im Satz ist sehr wichtig, weil sie verändert den Teil, der nicht betrifft. Bei der Satzteilnegation steht nicht unmittelbar vor dem negierten Satzglied, also in unseren Fall genau vom Adjektiv:

    [...] falls wir nicht offene Hemdkragen bevorzugten. (S. 15)

    [...] oder uns nicht ernst nehmen. (S. 52)

    Auch wenn das Adjektiv ein Komparativ- oder Superlativadjektiv ist:

    [...] nicht im midesten um die Menschen kümmerte [...] (S. 47)

    Wenn vom Adjektiv ein Wort steht, das das Adjektiv ergänzt oder sich auf das Adjektiv betrifft, wird nicht vor diesem Wort bestellt:

    [...] bei denen es nicht den geringsten Zweifel gab, [...] (S. 111)

    Ein Entrinnen war nicht mehr möglich. (S. 84)

    2.1.2. NEGATION DURCH KEIN.

    Kein bezieht sich normalerweise auf Nomen, aber wenn diese Nomen vom Adjektiv ergänzt werden, ist die Bedeutund des Adjektivs auch negiert. Die Stellung von kein ist direkt vor dem Wort, das negiert wird. Wenn dieses Wort eine Ergänzung vor sich trägt, steht kein vor der Ergänzung (die Adjektiv in unserem Fall).

    [...] für die Lösung dieses Problem wute ich keine klare Antwort. (S. 28)

    [...] er selbst kenne keine rationale Erklärung [...] (S. 48)

    Die Negation durch kein von einem mit einem Adjektiv ergänzten Nomen kann sowohl die Negation des Nomens und des Adjektivs, als auch die Negation nur des Adjektivs oder des Nomens ausdrucken. Das heit, dass man diese Negation als kontrastierende Negation verstehen kann, obwohl es keine Sondern - Phrase geben würde:

      • Nur das Nomen wird negiert:

    Wir waren keine armen „Polacken (S. 59)

    ( sondern armen Deutsche.)

      • Nur das Adjektiv wird negiert:

    [...] sie waren keine schlechten Kameraden [...] (S. 33)

    ( sondern ganz guten.)

    2.1.3. BESONDERE FÄLLE.

    2.1.3.1 WEDER - NOCH.

    Die mehrgliedrige Konjunktion weder - noch (Götze u. Hess-Lüttich 1999:315) kann sowohl ein Teil des Satzes negieren als auch zwei koordinierende Sätze in eine negative Verbindung bringen.

    [...] und ich hatte weder religiöse noch rassische Vorurteile [...] (S.98)

    [...] wenn ich ihn weder tot noch lebendig jemals wiedersehen würde? (S.116)

    2.1.3.2. DOPPELNEGATION.

    Im Deutschen gibt es keine Doppelnegation, die eine negative Bedeutung erhält. Bei der Doppeltnegation wird eine Bestätigung ausgedrückt.

    Und besa er nicht einen unfehlbaren Talisman? (S. 63)

    (= er besa einen fehlbaren Talisman)

    [...] nicht ohne gewisse Befürchtungen.(s.23)

    ( [= nicht mit ungewisse Befürchtungen] =mit gewisse Befürchtungen.)

    Aber die Doppelnegation hat eine besondere Verwendung, die sich mit dem Stil des Autors bezieht.

    2.1.3.3. METAPHER.

    Die Bedeutung des Adjektivs wird durch eine Metapher negiert, ohne syntaktische Elemente.

    [...] wirkte so wenig jüdisch, dass ihn bei einer Bahnfahrt en SA - Mann aufforderte, seiner

    Partei beizutreten. (S.66)

    2.1.3.4. OHNE DASS.

    Ohne dass steck normalerweise einen subordinierenden Satz mit einer negativer Bedeutung.

    [], flüsterte ihm etwas ins Ohr und verschwand wieder, ohne dass wir dies recht bemerkten, [] (S. 15)

    In diesem Fall ist der Satz ist negiert (Satznegation). Aber man kann auch verstehen, dass nicht der ganzen Satz negiert wird, sondern die Adjektiv.

    ohne dass wir dies recht bemerkten (= wir bemerkten es nicht recht.)

    2.1.3.5. KAUM.

    Man kann kaum fast als Synonym von nicht in dieser Fälle betrachten. Kaum druckt nicht eine totale Negation aus, sondern eine unvollständig.

    Wahrscheinlich war er kaum älter als funzig Jahre [] (S. 11)

    (=er war fast nicht älter als funzig Jahre)

    [...] auerhalb Württtenbergs sei das Leben kaum lebenswert. (S.56)

    (= auerhalb Württenberg sei das Leben fast nicht lebenswert)

    2.2. MORPHOLOGISCHE NEGATION.

    Die morphologische negation besteht aus der Bildung von neuen Wörter durch die Addition bestimmter Morpheme zum Adjektiv. Bei diese Wortbildung schafft die Sprache neue Wörter, die eine neue Bedeutung enthalten können.

    Die Morpheme können nach oder vor dem Grundwort gestellt werden. Wenn das Morphem nachgestellt wird, sprechen wir von Suffigierung, und wenn das vorgestellt wird, von Präfigierung.

    Suffigierung: Er stand bewegunglos [...] (S.15)

    Präfigierung: [...] zu jung und unerfahren, [...] (S.47)

    2.2.1. SUFFIGIERUNG.

    Die Suffigierung ist ein seht produktiver Wortbildungstyp im Deutschen. Die Suffixe ändern nicht nur die grammatische Kategorie des Wortes, sondern auch seine Bedeutung. (Altmann u. Kemmerling 2000: 37)

    Mittels der Suffigierung eines Nomens ist es möglich, ein Adjektiv zu ableiten. In manche Fälle wird zwischen Grundwort (Adjektiv) und Suffix das verbindende Element -s oder -er eingetrieben: hoffnungsloser, kinderlos. (Balzer 1999: 267)

    Die Suffixe, die eine negative Bedeutung ausdrücken, sind -arm, -frei, -leer und -los.

    -arm, -leer, und -frei sind bei Götze und Hess-Lüttich als Problemfälle betrachten, weil sie keine echte Suffixe sind, sondern Adjektive, die allein erscheinen können. Wenn die Konzept eines Adjektivs durch diese Pseudo-Suffixe negiert wird, steht das neues Adjektiv auf der Grenzlinie zwischen Zusammensetzung und Ableitung. (1999: 369)

    War es zweifelfrei ausgeschlossen [...]? (S. 116)

    Genau dasselbe passiert mit -los.

    Bei los handelt es sich um ein Adjektiv, das allerdings in seiner Distribution beschränkt ist: ein loses MunwerkK [...]. Trotzdem wird es in der einschlägigen, meist semantisch orientierten Literatur wegen der Reihenbildung und Bedeutungsabschwächung zu den Adjektivsuffixen bzw. -suffixoiden gerechnet. (Altmann u. Kemmerling 2000: 144)

    [...] der tatenlos zusehe, [...] (S. 44)

    Das adjektivischen Suffix -lich enthalt keine negierenden Bedeutung, aber wird bei die Bildung von negativen Adjektive aus Nomen benutzt. Diese Adjektive haben oft keine jeweilige positive Form:

    NUR NEGATIV

    NEGATIV

    POSITIV

    unglaublich

    unerklärlich - - - - - - - -

    - - - - ( erklärlich)

    unersetzlich

    unendlich - - - - - - - - -

    - - - - (endlich)

    unabänderlich

    unverständlich - - - - - -

    - - - - (verständlich)

    (Balzer 1999: 266)

    2.2.2. PRÄFIGIERUNG.

    Die Präfigierung ist auch ein Wortsbilgungstyp, aber sie ist nicht so produktiv wie die Suffigierung. Normalerweise die Präfixe verändern nicht die Grammatischekategorie des Wortes.

    Die Präfixe, die einen negativen Sinn enthalten, sind:

    un- ist das einziges natives negatives Präfix.

    in-/ il-/ im-/ ir- verbinden sie sich nur mit nichtnativen Adjektive.

    non- erscheint selten, nur mit nichtnativen Adjektive.

    de-/ dis-/ di- sind auch nichtnative Adjektive.

    Es gibt auch Präfixe, die aus Nomen oder Adjektive ableiten und die heute nicht mehr produktive sind, das heit, sie bilden keine Neologismen. Eines diese Präfixe ist ab-, das eine negative Bedeutung hat: abnorm, abgünstig, abfällig, abhold. (Balzer 1999: 265)

    Ein besonderen Fall ist miss-, das ein negierendes verbales Präfix ist.

    Da viele mit miss- präfigierte Verben, wohl aufgrund der unklaren Zuordnung zu den Präfix- oder den Partikel verben ausgestorben sind, sind ehemals deverbale Nominalisierungen und Adjektivierungen heute isoliert und müssen entweder als adjektivische / nominale Präfigierungen oder als Determinativkomposita eingeordnet werden. (Altmann u. Kemmerling 2000: 138)

    Einige Beispiele sind: missachtet, missfarbig, missgünstig, misstraurig.

    3. SCHLUSSFORDERUNG.

    Bezüglich der Deklination des Adjektivs gibt es keine Übereinstimmung, wie wir jetzt gesagt haben. Von der Nummer der Deklinationen, bis ihre Bezeichnungen und die Klassifikationen der Artikel bietet jede Grammatik ein verschiedenes Muster. Aber obwohl es anscheinend Unstimmigkeiten gibt, sind die Grundsätze gleich. Zum Beispiel: Der starken Deklination schreiben Castell und Balzer zwei einander sehr verschiedene Listen der Atikelwörter zu, aber in Wirklichkeit sind alle Artikel quantitativ und unbestimmt, deshalb sprechen beide über dieselbe Artikel.

    Es geschieht auch in der gemischten Deklination, wo Castell was für ein- und irgendein- zu der Helbig/Buschas List hinzufügt. Das ist unnötig wegen der Wortbildung dieser Artikel.

    Was uns am meisten verwechseln kann, ist die Verteilung von einigen Artikel, die man nicht nur mit der Logik klassifizieren kann. Zum Beispiel all- und beid-. Für Castell gehören sie zur schwachen Deklination, und für Balzer zur schwankenden Deklination. Infolge dieser Situation wissen wir nicht, wie wir sie deklinieren sollen.

    Letztens spricht Balzer über eine parallele Deklination, aber sie beschreibt sie weder die Endungen noch die Artikel, die zu dieser Deklination gehören. Deswegen haben wir sie ausgelassen.

    In Bezug auf die Negation des Adjektivs man muss auf die folgende Punkte achten:

      • Bei die morphologische Negation werden das Suffix -los und das Präfix un- am häufigsten benutz.

      • Es gibt Präfixe, die nicht immer einen negierenden Sinn enthalten:

    [] angeborenem Stolz und anerzogener Arroganz durchbrechen [] (S.27)

    (angeboren = nicht geboren / anerzogen = nicht erzogener)

      • Obwohl wir haben nicht ohn- als ein negierenden Präfix betrachten, kann es auch eine negierende Funktion haben:

    [] ein allmächtiges Ungeheuer oder ein ohnmächtiger Nischtsnutz []

    (S. 47)

      • Die superlative Form von wenig wird oft negiert, um eine völlige Negation einer Handlung oder eines Zustand auszudrücken.

    [...] nicht im Mindesten um die Menschen kümmerte [...] (S. 47)

    [...] nicht im mindesten blasiert oder eitel, [...] (S. 21)

    4. KORPUS.

    S. 11:

    […] das Gefühl hoffnungsloser Anstrengung, hoffnungsloser Arbeit […]

    Wahrscheinlich war er kaum älter als funzig Jahre […]

    S. 13:

    [...] Anzug steckte, den er im Herbst und den ganzen langen Winter [...]

    [...] ihn verächtlich und mit unter grausam, mit jener feigen Grausamkeit, [...]

    [...], mit viele gesunde Jungen die Schwachen, [...]

    S.14:

    […] lange Hosen mit Bügelfalten, tadellos geschnitten, […]

    S. 15:

    […] falls wir nicht offene Hemdkragen bevorzugten.

    […], flüsterte ihm etwas ins Ohr und verschwand wieder, ohne dass wir dies recht bemerkten, […]

    Er stand bewegungslos […]

    S. 19:

    […] mit weien, makellosen Händen.

    […] und einer unsichtbaren Armee Befehle zu erteilen […]

    […] und unruhig auf die Pausenklingel wartete.

    S. 20:

    Seltsamerweise war ich nicht der einzige, […]

    [...] diesem goldhaarigen Jungen zu bieten, dessen Name...

    S. 21:

    […] er wäre gnadenlos lächerlich gemacht worden.

    „Nicht ganz schlecht“, [...]

    [...], und jede bewute Absicht, anders zu sein als wir, [...]

    Aber er war nicht im mindesten blasiert oder eitel, [...]

    S.22:

    Aber dieses Rencontre blieb folgenlos.

    S. 23:

    [...] nicht ohne gewisse Befürchtungen.

    S.25:

    [...] gewönlich, gesund und phantasielos.

    Alle schienen mir aus demselben Holz: mehr oder weniger schwerfällige Schwaben, [...]

    S. 26:

    [...], dass sie alle so ungeheuer lebenstüchtig waren [...]

    [...], höchstens unbestimmte Träume.

    [...] zu absoluter und selbstloser Hingabe.

    S. 27:

    [...] angeborenem Stolz und anerzogener Arroganz durchbrechen.

    S. 28:

    [...], dass ich anders war als dieser blöde Haufen, ihn zu überzeugen [...]

    Diesen müden, enttäuschten alten Männern, die uns vorbeteten [...]

    [...]und erhob Hölderlin zum gröten deutschen Dichter, [...]

    [...] mit aufflammender Hoffnung und einer rührenden, fast übertriebene Freude zu.

    [...] für die Lösung dieses Problems wute ich keine klare Antwort.

    S. 29:

    [...], dass sie sich nicht ganz vergeblich angestreng hatten [...]

    S. 31:

    [...] die Übung so mühelos, [...]

    [...] tadelloses Gleichgewicht und Mut erforderte.

    [...] konnte ich die beide ersten einigermaen beanspruchen, aber [...]

    S. 33:

    [...] sie waren keine schlechten Kameraden, [...]

    Ein paar Tage später nahm ich einige griechische Münzen [...]

    S.34:

    [...], es nicht das letzte Mal sein zu lassen.

    S. 36:

    Ich wei nicht mehr so recht [...]

    [...], immer noch unsicher, [...]

    [...] mein Leben nicht mehr leer und langweilih sein würde.

    S. 37:

    [...], bis ich endlich in einen unruhigen Schlaf fiel.

    S. 38:

    [...] erwiesen sich als grundlos.

    [...], war so ursprünglich, so unmiverständlich, [...]

    Von Stand an waren wir untrennbar.

    S. 39:

    [...], und mittendurch der Neckar, dessen geruhsames Wasser weidenbestande [...]

    Wir übernachteten in einem der vielen alten Gasthäuser, in denen man [...]

    S. 40:

    Manchmal war der Schwarzwald unser Ziel, dessen dunkle Forsten, [...]

    S. 43:

    [...] und wie das menschliche Dasein sich in diesen erschreckenden, unermelichen Kosmos einfügen lie.

    Vor Fragen dieser wirklichen und ewigen Bedeutung [...]

    [...] verblate die Existenz solcher vergänglichen und lächerlichen Figuren [...]

    [...] in diesen erschteckenden, unermelichen Kosmos [...]

    S. 44:

    [...], der tatenlos zusehe, [...]

    [...], kontemplative Leben für irrational und vertan.

    [...], wie sein Sohn diesen bitteren, langsamen Tod am Kreuz erleide [...]

    Als ich ein Kind war, brachte sie mir ein paar einfache Gebete bei: [...]

    S. 45:

    Ich hatte kein nahes Verhältnis zu ihnen [...]

    S. 46:

    [...] so gnadelos schnell, dass [...]

    S. 47:

    [...] ein allmächtiges Ungeheuer oder ein ohnmächtiger Nichtsnutz.

    [...] um die Menschen kümmerte und infolgedessen so überflüssig war wie irgendeine heidnische Gottheit.

    [...], dass es keinen göttlichen Vater gab [...]

    [...], nicht im Mindesten um die Menschen kümmerte [...]

    [...] zu jung und unerfahren, [...]

    S.48:

    Was nützt dir ein machtloser, gnadenloser Gott?

    [...], er selbst kenne keine rationale Erklärung, [...]

    [...] für den unreifen und ungeschulten Geist [...]

    Was diese betrügerischen alten Männer von sich gegeben hätten, [...]

    Nichts, absolut nichts könne den Feuertod der beiden kleinen Mädchen [...]

    S. 49:

    Aber entweder hatte der Pfarrer sich nicht klar genung ausgedrükt, oder Konradin hatte seine Erklärungen nicht verstanden [...]

    [...] konnte er sie mir nicht einleuchtend machen.

    [...] was auf diesen zahllosen Himmelskörpern [...]

    [...], was auf diesen zahllosen Himmelskörpern vor sich...

    S. 50:

    [...] was man mit diesem einerseits wertlosen [...]

    S.51:

    [...] die nicht im mindesten Andromeda oder Antigone gliechen.

    Wir hatten so viele gemeinsame Interessen [...]

    S. 52:

    [...] oder uns nicht ernst nehmen.

    S. 54:

    [...], da nur wenige Straen im Talgrund verlaufen.

    S. 55:

    [...], schläfrig vom allzu reichlichen Essen oder liebeslustig vom allzu reichlich genossenen Wein.

    S. 56:

    [...] auerhalb Württtenbergs sei das Leben kaum lebenswert.

    S. 57:

    [...], einige japanische Holzschnitte.

    S. 58:

    [...] für undendlich dauerhaft hielt.

    S. 59:

    [...] waren so unerheblich wie das Lied [...]

    Wir waren keine armen „Polacken“ [...]

    S. 60:

    [...] schien ihn so sinnlos, wie [...]

    Das brachte nur endloses Blutvergieen [...]

    [...] sagte dieser: „Nicht im mindesten [...]

    Das brachte nur endloses Blutvergieen [...]

    [...] den Kampf mit der ganzen arabischen Welt.

    S. 62:

    War er nicht ein beliebter Artz, [...]

    S.63:

    Und bes er nicht einen unfehlbaren Talisman.

    S. 64:

    [...] Kommunisten und ähnlich unangenehme Gesellen [...]

    S. 66:

    [...] strahlte Würde aus und wirkte so wenig jüdisch, dass ihn bei einer Bahnfahrt en SA - Mann aufforderte, seiner Partei beizutreten.

    S. 67:

    [...] als eine von mir unabhängige, anziehende Gestalt erblickte.

    [...] ihn unmittelbar in mein Zimmer zu bringen, [...]

    S. 69:

    [...], fast militarischer Haltung [...]

    S. 71:

    [...] meinen schuldlosen Freund [...]

    [...] er wute nicht so recht, [...]

    Nie hatte er diesen Trompeda erwähnt oder diesen grälichen Bautz.

    Und diese haarsträubende Schimpansengeschichte!

    [...] auf eine etwas feinere Weise [...]

    [...], dessen bloe Gegenwart meinen Vater [...]

    S. 72:

    [...], diese ganze schreckliche Szene [...]

    S. 73:

    Wieder begrüte sie ihn in derselben freundlichen, ruhigen Art [...]

    S. 75:

    [...] und mitleidlos auf nicht herabblickten [...]

    Es war undenkbar [...]

    S. 76:

    Wie sollte ich mit ungeputzen Schuhen [...]

    Ihrer Haut war nicht wei [...]

    S. 83:

    War es nicht besser, [...]

    S. 84:

    [...] näherte sich ungehindert, glanzvoll und unheildrohend.

    Ein Entrinnen war nicht meht möglich.

    [...] dem unsichtbaren Sarkophag [...]

    [...] eines unhörbaren Trauermarsches [...]

    S. 85:

    [...] allerdings nicht die nächstliegende, [...]

    Ich antwortete so unbefangen wie möglich.

    S. 88:

    [...] du wärst mir nicht gut genug?

    S. 94:

    [...], im Weltkriege waren mehr als hundert ehemalige Schüler gefallen, [...]

    S. 96:

    [...] erschienen einige arische Stämme, [...]

    [...] ist es nicht geradezu unglaublich [...]

    Dass Sie nicht von dem unschätzbaren Gut gehört haben.

    [...] bewohnt von einer minderwertigen Rasse, ohmächtig vor sich hin; [...]

    S. 97:

    [...] unfruchtbaren Gefilde Italiens neu belebt hat?

    [...], da die beiden gröten Kulturen [...]

    S. 98:

    [...] und ich hatte weder religiöse noch rassische Vorurteile [...]

    S. 99:

    [...] Sohn eines nicht gerade wohlhabende Dorf [...]

    [...] es war jenes dümmlich überlegene Grinsen, [...]

    S. 100:

    Diese leidenschaftliche Überzeugung [...]

    [...] wir droschen einfach lauflos, [...]

    S. 103:

    [...] dass es für dich nicht leicht gewesen ist.

    S. 105:

    [...] nicht leich sein, [...]

    [...] wie unglücklich Du Dich fühlst.

    S. 106:

    Äuerlich ist er ein unscheinbarer kleiner Mann.

    S. 107:

    [...] und unerwünschten jüdischen Elementen [...]

    S. 108:

    [...] nicht gerne, denn ich [...]

    [...] mein Anwaltsbüro läuft nicht gerade schlecht, [...]

    S. 109:

    Ich gehöre mehreren jüdischen Clubs an [...]

    S. 111:

    [...] und habe kein einziges deutsches Buch.

    [...] bei denen es nicht den geringsten Zweifel gab, [...]

    [...] wurden ihr Schuldbewutsein nicht los.

    [...] aber ich mache nicht gerne Gebrauch [...]

    S. 112:

    Es ist nichts Lustiges.

    S.113:

    Mir ist unklar, [...]

    S. 114:

    [...] das undeutliche, verschwimmende Bild eines blondes [...]

    S. 115:

    [...] Granstätte unbekannt.

    S. 116:

    [...] wenn ich ihn weder tot noch lebendig jemals wiedersehen würde?

    War es zweifelfrei ausgesschlossen [...]?

    5. BIBLIOGRAPHIE.

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      • Castell, A. 1997. Gramática de la lengua alemana. Madrid: Editorial Idiomas.

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      • Weinrich, H. 2003. Textgrammatik der deutschen Sprache. Hildesheim; Zürich; New York: Olms.